Waschmaschine mit Trockner – Ratgeber & Vergleich

Tür öffnen, schmutzige Wäsche reinlegen, Tür schließen, Programm wählen und nach ein paar Stunden nicht nur saubere, sondern auch trockene Wäsche entnehmen: Eine Waschmaschine mit Trockner verspricht viel Komfort. Worauf lohnt es sich, beim Kauf eines Waschtrockners zu achten?

Übersicht beliebte Modelle

Siemens WD15G442 Waschtrockner
  • 8 Kilogramm
  • Energieklasse "A"
  • maximale Schleuderdrehzahl 1.500 U/min
  • komfortable Bedienung
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(54 Bewertungen)

678,90 € 1.129,00 €

Dieser Waschtrockner steht in Haushalten, die ein zuverlässiges Markengerät suchen und die nicht über genügend Platz für zwei einzelne Geräte verfügen. Aufgrund der unterschiedlichen Spezialprogramme und der Nachlegefunktion bietet das Gerät Komfort im Alltag. → Ganze Beschreibung & alle Details anzeigen

Indesit EWDE 71680 W DE Waschtrockner

(20 Bewertungen)

438,00 € 639,00 €

Als preisgünstige Alternative zu Markengeräten spricht diese Waschmaschine mit Trockner Singles oder 2-Personen-Haushalte an. Dank unterschiedlicher Kurzprogramme lässt sich das Waschen und Trocknen den Erfordernissen des Alltags anpassen. Dieser Waschtrockner besitzt eine relativ geringe Gerätetiefe. → Ganze Beschreibung & alle Details anzeigen

LG F1496AD3 Frontlader Waschtrockner
  • 8 Kilogramm
  • Energieeffizienzklasse "B"
  • DirectDrive (ohne Keilriemen)
  • 4 Trocknen- und 9 Waschprogramme
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(174 Bewertungen)

484,99 € 499,00 €

Diese Waschmaschine mit Trockner eignet sich für Wohnungen mit begrenztem Raumangebot. Weil das Gerät auch die Wäsche trocknet, erübrigt sich die Verwendung eines sperrigen Wäscheständers. Da dieses Modell ein extra Waschprogramm für Babybekleidung und eine Kindersicherung besitzt, erfüllt dieser Waschtrockner auch die Bedürfnisse von Familien mit Kindern. → Ganze Beschreibung & alle Details anzeigen


Worum handelt es sich bei der Waschmaschine mit Trockner (Waschtrockner)?

Ein Waschtrockner vereint in einem Gerät die Funktionen des Waschens und Trocknens. Somit lässt sich in diese Waschmaschine mit Trockner schmutzige Wäsche legen und nach wenigen Stunden saubere und trockene Wäsche entnehmen. Trotz dieser erweiterten Funktionalität sind Waschtrockner nicht größer als eine Waschmaschine oder ein Trockner. Bei einer Höhe von 80,0 bis 90,0 cm betragen Breite und Tiefe jeweils zwischen 60,0 und 70,0 cm.

Die Vor- und Nachteile der Waschtrockner

  • Ein Waschtrockner benötigt weniger Platz als Waschmaschine und Trockner als Einzelgeräte.
  • Waschtrockner überzeugen durch Komfort: Wäsche reinlegen, Gerät anstellen und nach wenigen Stunden saubere und trockene Wäsche entnehmen.
  • Die Geräte verfügen über alle Programme, die Waschmaschine und Trockner separat bieten.
  • Die maximalen Wäschemengen für die Phasen des Waschens und Trocknens unterscheiden sich.

Die beiden unterschiedlichen Bauarten

Wie bei Waschmaschinen gibt es auch bei Waschtrocknern zwei unterschiedliche Bauarten. Die meisten Hersteller entwickeln Waschtrockner als Frontlader, sodass sich die Tür an der Vorderseite des Geräts befindet. Bei der weniger weitverbreiteten Bauart des Topladers erfolgt das Einfüllen und Entnehmen der Wäsche von oben. Beide Bauarten besitzen Vor- und auch Nachteile. Natürlich besteht bei einem Toplader nicht die Möglichkeit des Unterbaus. Unter den Frontlader bieten jedoch verschiedene Hersteller auch unterbaufähige Modelle an. Auf der technischen Seite zeichnen sich Toplader durch eine höhere Laufruhe aus. Trotzdem ist diese Bauart anfälliger für Störungen als Frontlader. Nur ungefähr 10 % der Waschtrockner auf dem deutschen Markt sind Toplader.

Siehe auch: Waschmaschine mit integriertem Trockner, Waschmaschine und Trockner in einem Gerät, Waschmaschine Trockner Kombi

Wie funktioniert eine Waschmaschine mit Trockner?

Ein Waschtrockner funktioniert in der Wasch- und Schleuderphase wie eine reguläre Waschmaschine: Die Trommel nimmt die schmutzige Wäsche auf und für das Waschmittel besitzen diese Geräte ebenfalls eine Waschmittelschublade. Über das Bedienfeld erfolgt die Auswahl des Waschprogramms. Nach dem Waschen und abschließenden Schleudern verbleibt die Wäsche jedoch in der Trommel. Nun lässt sich direkt die Phase des Trocknens starten – viele Modelle bieten Programme, die automatisch waschen, schleudern und trocknen.

Kurz und knapp im Video erklärt, wie eine Waschmaschine funktioniert:

Zwei unterschiedliche Technologie für das Trocknen der Wäsche

Wie bei Wäschetrockner setzen die Hersteller auch bei Waschtrocknern zwei unterschiedliche Technologien zur Trocknung der Wäsche ein. Entweder nutzen die Geräte nur das Prinzip der Kondensation oder sie verwenden zusätzlich die Wärmepumpentechnologie. Da beiden Technologien mit einem geschlossenen Luftkreislauf arbeiten, entsteht keine Abluft.

Während des Kreislaufs erhitzt das Gerät die Luft und kühlt sie später wieder ab, was zur Kondensation der Feuchtigkeit in der Luft führt. Dann beginnt der Kreislauf erneut. Einige Waschmaschinen mit Trockner nutzen zur Abkühlung der Luft beim Trocknen der Wäsche kaltes Wasser. Somit benötigen diese Geräte Wasser für das Trocknen der Wäsche. Der Wasserverbrauch für einen Zyklus des Trocknens liegt – je nach Modell und Hersteller – zwischen knapp 10 und 40 Liter Frischwasser. Mittlerweile produzieren verschiedene Hersteller auch luftgekühlte Modelle, die somit kein zusätzliches Wasser verbrauchen.

Waschtrockner mit Wärmepumpentechnologie benötigen länger, um die Wäsche zu trocknen. Allerdings verbrauchen sie dabei weniger Energie und kommen grundsätzlich ohne eine Kühlung durch Frischwasser aus. In der Wärmepumpe befindet sich ein Energiekreislauf, der die Luft zur Trocknung der Wäsche erwärmt und anschließend die feuchte Luft zur Kondensation auch abkühlt. Diese Rückgewinnung der Energie spart nicht nur Strom, sondern führt auch dazu, dass sich die Umgebungsluft dieser Waschmaschinen mit Trockner kaum erwärmt.

Die Besonderheiten des Energielabels für Waschtrockner

energielabel-energieeffizienzklasse

© made_by_nana – Fotolia.com

Für Waschtrockner gibt es noch kein neues Energielabel wie für Waschmaschinen. Somit stellt Energieeffizienzklasse „G“ die Klasse mit dem höchsten Energieverbrauch dar und die sparsamsten Geräte zeichnet das Energielabel mit der Klasse „A“ aus. Es gibt also bei Waschtrocknern nicht die Energieeffizienzklassen „A+++“, „A++“ und „A+“. Weitere Unterschiede offenbart ein genauerer Blick auf das Etikett für Waschtrockner. Das Label gibt die maximalen Geräuschpegel für das Waschen, das Schleudern und das Trocknen separat an. Da sich die maximalen Wäschemengen für das Waschen und Trocknen grundsätzlich unterscheiden, gibt das Label beide Werte an. Den Energieverbrauch des Waschtrockners verzeichnet das Etikett sowohl für das Waschen und anschließende Trocknen als auch nur für einen Waschvorgang.

Der Energieverbrauch im Vergleich zu zwei Einzelgeräten

Tendenziell ist der Energieverbrauch eines Waschtrockners etwas höher als bei zwei Einzelgeräten. Einzelgeräte optimieren Hersteller für die jeweilige Funktion. So unterscheiden sich z. B. die Trommeln in Waschmaschinen von den Modellen in Trocknern. Auch die Belastung für Motor und Aufhängung ist bei Waschmaschine und Trockner eine andere. Bei Waschtrocknern müssen die Entwickler also automatisch Kompromisse machen, was zu einem höheren Energieverbrauch führt.

Wie laut sind diese Waschmaschinen mit Trockner?

Waschmaschinen mit Trockner erzeugen den höchsten Geräuschpegel grundsätzlich während des Schleuderns und sind in der Waschphase am leisesten – der Geräuschwert für das Trocknen liegt immer zwischen diesen beiden Werten. Der Geräuschpegel in der Waschphase befindet sich meistens zwischen 45 und 55 dB. In der Schleuderphase steigt dieser Wert auf ca. 75 dB an. Diese beiden Geräuschpegel entsprechen ungefähr den Werten einer regulären Waschmaschine. Somit sind Waschtrockner weder lauter noch leiser als Waschmaschinen.

Welche Hersteller bzw. Marken produzieren Waschtrockner?

Alle bekannten Hersteller von Waschmaschinen und Trocknern produzieren auch Waschtrockner. Somit gehören diese Haushaltsgeräte zu den Sortimenten von AEG, Miele, Siemens, Bauknecht und Bosch. Aber auch Hersteller im mittleren oder unteren Preissegment wie Blomberg, Gorenje oder Candy bieten diese praktischen Waschmaschinen mit Trockner an. Zudem tummeln sich unterschiedliche Anbieter auf dem Markt, deren Markennamen in Deutschland eher für Geräte der Unterhaltungselektronik stehen. Andere Marken besitzen – zumindest in Deutschland – nicht die Bekanntheit der großen Marken für Haushaltsgeräte. Hierzu zählen Samsung, LG, Indesit, Hotpoint und Hoover.

Die Programme einer Waschmaschine mit Trockner

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Diese Geräte vereinen die Programme von Waschmaschine und Trockner. So stehen für das Waschen Temperaturen von 30 bis 90° C zur Verfügung. Zudem unterscheiden die Programme die Art der Wäsche wie z. B. Baumwolle, Synthetik, Wolle und Seide. Viele Modelle bieten zudem Zusatzprogramme für u. a. Outdoor- bzw. Funktionsbekleidung, Babykleidung oder Oberhemden. Da Waschtrockner keinen Luftfilter für die Phase des Trocknens besitzen, statten verschiedene Hersteller ihre Geräte mit einem Reinigungsprogramm zur Beseitigung der Flusen aus. Bei einigen Geräten lässt sich sogar das Waschprogramm kurzzeitig stoppen (Pausefunktion), um noch weitere Wäschestücke in die Trommel zu legen.

Auch die Einstellungsmöglichkeiten für das Trocknen orientieren sich an den Programmen regulärer Wäschetrockner. Somit gehören „bügelfeucht“, „schranktrocken“ und „extratrocken“ bei allen Waschtrocknern zum Standard. Dabei erweisen sich sensorgesteuerte Geräte als besonders energiesparend, da sie automatisch stoppen, wenn die Wäsche trocken ist. Zeitgesteuerte Modelle trocknen stur für die angegebene Zeitperiode.

Die meisten Hersteller bieten verschiedene Programme an, die das Waschen und Trocknen kombinieren. Somit reicht eine Programmeinstellung und die Waschmaschine mit Trockner erledigt alles automatisch. Allerdings richtet sich die Wäschemenge bei diesen Programmen nach der maximal zulässigen Wäschemenge für das Trocknen.

Warum unterscheidet sich die maximale Wäschemenge für das Waschen von der für das Trocknen?

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Da Luft die Wäsche beim Trocknen durchströmt, sollte sie sich relativ lose in der Trommel bewegen können. Beim Waschen benötigt die Wäsche jedoch nicht so viel Raum. Deshalb liegt die maximale Füllmenge bei Waschtrocknern grundsätzlich über der maximalen Menge für das anschließende Trocknen. Das Verhältnis bewegt sich je nach Modell und Hersteller zwischen 2 : 1 und 3 : 2. Wenn in einem Durchgang gewaschen und getrocknet werden soll, lässt sich somit die maximale Waschmenge nicht ausreizen. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Teil der Wäsche nach dem Waschen zu entnehmen.

Welche Größe bietet sich für welchen Haushalt an?

Aus ökologischer und ökonomischer Sicht läuft eine Maschine mit voll beladener Trommel am effektivsten. Somit sollte die zu waschende Wäschemenge in der Regel die Trommel auch füllen. Verbraucherzentralen empfehlen für Haushalte mit 1 bis 2 Personen Trommeln mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 6 kg. Für Familien eignen sich Geräte, die bis zu 8 kg Wäsche aufnehmen

Wie lange dauert das Waschen und Trocknen insgesamt?

Ein kompletter Betriebszyklus aus Waschen und Trocknen dauert bei den meisten Modellen zwischen fünf und sechs Stunden. Allerdings stehen diese Richtwerte in Abhängigkeit des gewählten Programms: Das Trocknen der Wäsche im Programm „extratrocken“ dauert länger als im Programm „bügelfeucht“. Ebenso benötigt Kochwäsche länger als das Waschen mit kaltem Wasser. Verschiedene Hersteller bieten Modelle an, die kürzere Laufzeiten ermöglichen. Allerdings haben diese schnelleren Programme einen höheren Energieverbrauch zur Folge.

Was ist also beim Kauf eines Waschtrockners zu beachten?

Die Auswahl der richtigen Größe sollte am Anfang stehen. Allerdings taucht bei Waschtrocknern gerätebedingt ein Problem auf, da sich eine volle Waschladung nicht in einem Durchgang auch trocknen lässt. Wenn also keine zusätzliche Möglichkeit zum Trocknen der Wäsche (z. B. Wäscheständer auf dem Balkon) besteht, benötigt eine volle Waschladung anschließend zwei separate Durchläufe zum Trocknen. Das nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch. Dies gilt es, bei der Wahl der geeigneten Größe der Waschmaschine mit Trockner im Hinterkopf zu behalten.

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Da die Geräte über Jahre regelmäßig laufen, empfiehlt es sich, ein Gerät mit hoher Energieeffizienz zu kaufen. Im Zweifel lieber einer besseren Energieeffizienz den Vorzug geben und auf besondere Ausstattungsmerkmale oder Programme verzichten. Falls es das Budget erlaubt, bietet sich ein Waschtrockner mit Wärmepumpentechnologie an. Der höhere Anschaffungspreis amortisiert sich mit der Zeit durch die geringeren Betriebskosten.

Wenn der Aufstellort nicht unbedingt einen Toplader erfordert, macht es Sinn, einen störungsunanfälligen Frontlader zu kaufen. Da Hersteller zu 90 % Frontlader produzieren, schreitet die Entwicklung bei diesem Gerätetyp schneller voran und es gibt zahlreiche ausgereifte Modelle auf dem Markt.

Zudem gilt es, auf eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl zu achten: Je besser die Maschine die Wäsche schleudert desto weniger Zeit benötigt anschließend die energieintensivere Phase des Trocknens. Da jedoch empfindliche Bekleidung unter zu hohen Drehzahlen leidet, stellen Waschtrockner mit einer einstellbaren Schleuderdrehzahl eine gute Wahl dar.